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Welche Basis für Tracktool?

Verfasst: Mi 3. Jun 2026, 08:08
von MFG
Hallo,

nachdem ich dieses Jahr ein paar mal mit an der Nordschleife war und bei Kollegen mitfahren durfte, habe ich den Entschluss gefasst gerne selbst fahren zu wollen.

Wie das immer so ist, versucht man sich ja vorab immer etwas zu informieren und dann ist man in einem Teufelskreis gefangen 😊

Aber fangen wir mal von vorne an und ich erzähle erstmal etwas zur Ausgangslage:

Ich würde gerne dieses Jahr gelegentlich Touristenfahrten besuchen (Nordschleife) und nächste Saison dann eine Jahreskarte kaufen. Heißt mein Fahrzeug muss eine Zulassung haben.
Beruflich bedingt hätte ich aber die Möglichkeit den Wagen auf einem Hänger zur Strecke zu bringen.

Ich suche nun nach einer vernünftigen Basis für einen Clubsport/Tracktoolumbau. Mein Budget für das Fahrzeug wären ca. 60k – Umbauten noch nicht eingerechnet.
Wichtig ist mir, es soll eine Automatik sein und die Klima soll bestehen bleiben. Heck oder Allrad.
Ich bin kein Schrauber, daher suche ich ein zuverlässiges Fahrzeug, welches auch über längere Zeit Spaß macht.

Bei der Recherche stolpert man natürlich immer über die üblichen Verdächtigen

- M2 + M4 : Weder die F noch die G Serie gefällt mir. Gegen den Trend würde ich einen BMW für mich ausschließen

- Toyota Supra: Auch wenn es ein BMW ist, dieses Auto gefällt mir sehr gut. Allerdings neu nicht mehr in der Preisrange und gebraucht schlechtes P/L Verhältnis. Oft Umbauten die auf show und shine ausgelegt sind. Hier wäre der B58 die Wunschmotorisierung

- Cayman S oder GTS: In dem Preisbereich haben die Fahrzeuge um die 60-100k Laufleistung und sind 8-9 Jahre alt. Bestimmt tolle Autos, hier habe ich Angst vor defekten, welche Werkstattkosten nach sich ziehen würden. Zudem fast keine Fahrzeuge verfügbar

- Alpine A110: Grundsätzlich ein spannendes Fahrzeug. Aber hier sollen die Ersatzteilpreise ziemlich gepfeffert sein und es ist ein Exot im Vergleich. Da fehlt mir wahrscheinlich der Mut aus Angst vor der Haltbarkeit.


Amerikanische Fahrzeuge sind kein Thema, da mir die Wagen einfach nicht zusagen. Sehen schön aus, aber bin ich nicht der Typ für.

Was mich etwas überrascht, man sieht sehr wenig Audis auf der Strecke. Wenn ich mir den aktuellen RS3 ansehe (8y Facelift) sollte dieses Auto doch auch sehr sportlich auf der Strecke funktionieren. Zumindest in den Tests wird gelobt, dass die Wagen nicht mehr solche Probleme mit Untersteuern haben, der 5 Zylinder ist an und für sich auch robust und vor allem sind die Fahrzeuge neu im Vergleich zu bekommen.
Hier fehlt mir die Expertise und da kommt ihr ins Spiel… warum sieht man fast nur m2 aber kaum RS3 auf dem Ring?
Wie würdet ihr den RS3 einschätzen, wäre das eine gute Basis oder lieber versuchen eine gebrauchte Supra oder Cayman nehmen?
Mir ist klar, der RS3 ist kein Sportwagen oder Coupe aber hier spricht mich einfach an das es ein Neufahrzeug ist und ich mir zumindest weniger Gedanken bezüglich teuren Werkstattbesuchen machen muss.

Oder habt ihr noch eine andere Idee?
Wenn ihr mit eurem Wissen heute noch mal starten würdet…welche Basis würdet ihr wählen?

Re: Welche Basis für Tracktool?

Verfasst: Mi 3. Jun 2026, 10:51
von Black-Sushi
MFG hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 08:08 Ich bin kein Schrauber, daher suche ich ein zuverlässiges Fahrzeug, welches auch über längere Zeit Spaß macht.
Sei dir bewusst wer engagiert fährt, muss auch engagiert schrauben :D

MFG hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 08:08 - Toyota Supra: Auch wenn es ein BMW ist, dieses Auto gefällt mir sehr gut. Allerdings neu nicht mehr in der Preisrange und gebraucht schlechtes P/L Verhältnis. Oft Umbauten die auf show und shine ausgelegt sind. Hier wäre der B58 die Wunschmotorisierung
Prinzipell, so sagt man, wäre der B48 zum Fahren "besser". Zwar weniger Leistung aber auch weniger Gewicht und vor allem fehlt das Gewicht an der richtigen Stelle :). B58 ist aber ein guter und solider Motor. Gibt paar stellen wo man nur drauf achten muss.
In Verbindung mit dem ZF8HP51 hat man ein solides Paket. Im original Trim ist das Getriebe sehr unempfindlich und Standfest.
Bedingt durch die technische Basis mit BMW (Z4) ist modifikation am Antirebsstrang gut möglich.

MFG hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 08:08 - Cayman S oder GTS: In dem Preisbereich haben die Fahrzeuge um die 60-100k Laufleistung und sind 8-9 Jahre alt. Bestimmt tolle Autos, hier habe ich Angst vor defekten, welche Werkstattkosten nach sich ziehen würden. Zudem fast keine Fahrzeuge verfügbar
Kaum Erfahrungen dazu. Richtig ist das Werkstattkosten hoch werden können. Ist halt Porsche :) Wobei man sich die Frage stellen wird ob das Fahrzeug dann bei Porsche gewartet wird oder bei Werkstätten die Porsche spezialisiert sind.
Per se denke ich das es kene Schlechte Basis ist :)


MFG hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 08:08 - Alpine A110: Grundsätzlich ein spannendes Fahrzeug. Aber hier sollen die Ersatzteilpreise ziemlich gepfeffert sein und es ist ein Exot im Vergleich. Da fehlt mir wahrscheinlich der Mut aus Angst vor der Haltbarkeit.
Wir selbst hatten mal zwei 110S im Besitz (292PS bzw. 300PS (Facelift)). Auf dem Track waren die nie. Fuhren aus der "Kiste" heraus super. Das geringe Gewicht ist einfach ein großer Pluspunkt. Ich fahre selbst einen Megane 4 RS (280PS kein Cup-Paket oder Trophy), hat den gleichen Motor. Schlägt sich im Alltag gut. Ersatzteile sind hier und da was "teurer"
Soweit ich weiß ist das größte Manko Motor und Getriebetemperatur. Wobei es wohl hier auch Abhilfe gibt. Adressen die ich ad hoc (ohne Erfahrung)nennen würde, wören Reß Motorsport oder Waldow Performance. Meine Tage oben am Ring zeigen aber das die A110 doch öfters mal zu sehen ist. Zwar kein Massenauto wie Gt3 RS aber Ferrari ist dort seltener anzutreffen :D

MFG hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 08:08 Was mich etwas überrascht, man sieht sehr wenig Audis auf der Strecke. Wenn ich mir den aktuellen RS3 ansehe (8y Facelift) sollte dieses Auto doch auch sehr sportlich auf der Strecke funktionieren. Zumindest in den Tests wird gelobt, dass die Wagen nicht mehr solche Probleme mit Untersteuern haben, der 5 Zylinder ist an und für sich auch robust und vor allem sind die Fahrzeuge neu im Vergleich zu bekommen.
Hier fehlt mir die Expertise und da kommt ihr ins Spiel… warum sieht man fast nur m2 aber kaum RS3 auf dem Ring?
Ich sag es mal höflich... Der RS3 ist von der Basis her ein Golf ( das ist nicht das Problem) aber am Ende ein Golf mit einem schweren 5 Zylinder auf der VA. Längsdynamisch schön aber Querdynamisch dann doch mit einigen Defiziten ausgestattet.
MFG hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 08:08 Mir ist klar, der RS3 ist kein Sportwagen oder Coupe aber hier spricht mich einfach an das es ein Neufahrzeug ist und ich mir zumindest weniger Gedanken bezüglich teuren Werkstattbesuchen machen muss.
Wer Ring fährt muss immer mit was rechnen. Schnell übern Ring ist leider immer Material und Geldeinsatz.

MFG hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 08:08 Oder habt ihr noch eine andere Idee?
Wenn ihr mit eurem Wissen heute noch mal starten würdet…welche Basis würdet ihr wählen?
Im Endeffekt würde ich das nehmen was zu einem passt. E36 ist immer ne gute Basis. Aber günstig sind diese auch nicht mehr und Arbeit steckt da auch immer drin.
Eventuell sollte man sich vom Gedanken des "perfekten Fahrzeug" und der schnellen Runde verabschieden und mehr mit dem "Herz" fahren / einfach Spaß haben".

Re: Welche Basis für Tracktool?

Verfasst: Mi 3. Jun 2026, 11:41
von GANY
Kann @Black-Sushi da nur zustimmen!

Selbst schrauben spart extrem viel Geld!

Wenn BMW M2/4 raus sind? M3 gäbe es ja noch. :P Für ~60t € gibt es sehr gut umgebaute E36 / E46 / E90 M3 Modelle.

Porsche ist bekannt dafür solide ab Werk zu funktionieren. Ich denke also man macht mit einem Cayman S/GTS nichts falsch. 60-80 tkm finde ich nicht viel auf dem Tacho. Aber da ist jeder anders eingestellt.

Toyota Supra habe ich als ich 2024 viel am Ring war nicht viele gesehen, aber technisch spricht wenig dagegen. So ein gemachter B48 Motor steht einem Stock B58 in nicht viel nach! Habe selbst erst letzte Woche mal den Markt der Supras so angesehen und finde das gar nicht so uninteressant. So ein sehr gepflegtes, gute gewartetes Show & Shine Fahrzeug muss keine schlechte Basis sein. Wenn die Kiste im Rückspiegel schnell aussieht machen manche Fahrer schneller Platz, auch nicht immer von Nachteil. :lol: :D

Warum ist der RS3 nicht so oft zu sehen. Wie schon gesagt wurde, zu schwer auf der Vorderachse, Allrad brauchst du auch nicht unbedingt mit guten Reifen (Golf R sieht man auch nicht so viele). Folglich ist ein gut umgebauter Golf GTI oder Seat Leon Cupra einfach die bessere Basis. Was man spart beim Einkauf kann man an anderer Stelle "hemmungsloser" investieren. Ein gutes Fahrwerk und eine bessere Bremse sind wichtiger wie der Allrad oder der 5te Zylinder! Aus den 2.0 TSI holt man ja auch schon mehr als genug Leistung raus. Golf GTIs mit guten Umbauten findet man auch immer mal wieder zum Verkauf. Vielleicht ist das also keine schlechte Basis?

Nicht so oft zu sehen, aber eigentlich auch nicht übel. Honda Civic Type R, wenn man die Optik mag. Die Szene ist kleiner wie VW/BMW.

Auch vielleicht nicht uninteressant: Toyota Yaris GR.

Re: Welche Basis für Tracktool?

Verfasst: Mi 3. Jun 2026, 11:56
von Roligrohi
F20 F21 als 135i oder 140i... gute Motoren (N55 sollte man eventuell auf M2 Ölversorgung umrüsten) und die Autos gibt's gerade als N55 schon recht günstig. Wenn man dann noch ein gutes Fahrwerk, Fahrwerksbuchsen, Bremsenupgrade und noch ein paar Kleinigkeiten macht fährt das schon super...

Also ich bin mit meinem sehr zufrieden :)

Re: Welche Basis für Tracktool?

Verfasst: Mi 3. Jun 2026, 12:59
von MFG
Vielen Dank schon einmal für euer Feedback. Ja wahrscheinlich werde ich auf kurz oder lang versuchen selbst etwas schrauben zu lernen, aber zum Anfang wäre mir eine Basis die funktioniert wichtig.

Zur Supra: am Anfang würde der B48 wahrscheinlich locker ausreichen. Auf Dauer ist der B58 aber die "bessere" Basis. Ich bin nicht der Fan davon die Motoren nachträglich zu sehr aufzuladen. Aber leider ist hier der Markt auch sehr überschaubar und die Preise sind gebraucht oft schon über dem damaligen Neupreis.

Die älteren Fahrzeuge wie E36 fallen für mich raus, einmal weil ich da selbst zu wenig in der Materie bin um realisieren zu können ob ein Wagen Schrott ist oder nicht und zudem wird es da schneller auf Schrauben rauslaufen. Zudem fast alles Schalter.

Ebenso gab es den Civic glaube ich nur als Schalter oder?

Golf oder Leon sind ja meist auch deutlich "aufgeblasen" und dann Frontantrieb.

Alpine versuche ich mich noch weiter schlau zu machen, aber mein Bauchgefühl ist eher gemischt bei einem Exoten. Glaube da muss man mehr Schrauber sein.

Die F21+20 sind natürlich interessant, aber halt auch schon wieder etwas älter. Ich würde bei meinem Budget halt lieber etwas "neueres" haben. Das ist auch mein Problem bei dem Cayman. 60-65k für ist halt oft nicht weit weg vom damaligen Neupreis aber dann heute ohne Garantie.

Hier sieht man auch wieder, der RS3 scheint wenig beliebt. Ich hatte gedacht mit dem neuen Splitter würde er sich ähnlich wie ein Hecktriebler fahren. Gewicht ist auch weit unter einem M2 G87 - klar auch 80 PS schwächer.

GR Yaris gibt es jetzt sogar mit Automatik, aber preislich auch wieder nicht weit weg vom Audi. Wiegt wohl einiges weniger, hat aber auch weniger Leistung und da bin ich noch mit dem Motor skeptisch :/

Auf jeden Fall schon mal vielen Dank für eure Einblicke :)

Re: Welche Basis für Tracktool?

Verfasst: Mi 3. Jun 2026, 13:20
von chrissi_luczo
Bei E36 ist meine Erfahrung, dass du am besten selbst schraubst, denn egal, wie gut die Fahrzeug gewartet wurden, sie sind eigentlich so gut wie alle über 30 Jahre alt und haben hier und da mal etwas. Ersatzteil- und Aftermarketversorgung aber eben reichlich vorhanden und grösstenteils preislich in Ordnung. Ich betreibe das Hobby schon ein paar Jahre und habe den E36 seit letztem November. Wenn ich nochmal anfangen würde, würde ich jederzeit wieder so ein Auto kaufen. Er war schon grösstenteils fertig aufgebaut und fahrtechnisch ist es so ziemlich das beste und spassigste Auto, das ich bisher hatte. Neuere Autos sind aufgrund des Fahrgefühls bei mir raus, ich mag dieses Analoge meines E36 viel mehr.
Ansonsten finde ich in deiner Preisklasse den E46 M3 noch ganz interessant, den hat mein Freund und das Auto ist einfach nur wahnsinnig emotional. Wegen der M-Teile kann man hier allerdings ordentlich Geld versenken. Für 60k bekommt man da auch schon ordentlich aufgebaute Exemplare.

Sollte es wirklich ein neueres Auto sein, wird die Alpine eine gute Wahl sein, die sieht man doch relativ oft.

Re: Welche Basis für Tracktool?

Verfasst: Mi 3. Jun 2026, 15:08
von GANY
Nicht uninteressant ist auch der "motorsportmarkt.de".

Auch ist mir noch ein interessantes Auto eingefallen mit Automatik, etwas exotisch, aber vielleicht findest du ja einen guten Händler/Servicepartner.
Alfa Romeo 4C - Die Basis ist halt sehr interessant als Carbon Monocoque

Man kann es hier grob in drei Richtungen unterteilen:

1. Du kaufst einen erprobten soliden, ggf. schon gut umgebauten Kompakten M140i / Golf GTI / Cupra / Yaris, so wie es sie zu Hauf gibt (Supra zähle ich auch mal dazu). Du hast eine solide Großserienbasis an der schon 1000 Leute und mehr getunt, gebastelt und optimiert haben und lässt das verbessern und genießt es. Findest auch viele Werkstätten die sich auskennen und dir helfe. Vielleicht einen Blick wäre noch der Corolla GR wert, etwas wie der große Bruder des Yaris, aber keine Ahnung ob der auch was taugt.

2. Du kaufst einen Porsche, die Dinger funktionieren ab Werk super, dafür kosten Verbesserungen gleich etwas mehr, ist aber die einfachste Lösung. Zum Händler/Servicepartner reparieren, weiter Track fahren. Die Dinger haben den Ruf am unkompliziertesten auf dem Track zu funktionieren.

3. Alpine oder Alfa 4C, du nimmst dir einen Exoten und optimierst diesen, du bist an einen kleineren Fan-/Händlerkreis gebunden, hast dafür etwas Besonderes. Selbst Schrauben wird ein wenig schwieriger, aber durch die Fangemeinden geht das auch, man muss halt wieder andere Dinge beachten.

Verständlich ist dein Misstrauen, aber das "sehr aufzuladen" ist inzwischen tatsächlich überall Gang und Gebe, vor allem der B58 steckt unglaublich viel Weg als Closed-Deck Motor. Der B48 ist technisch gesehen halt sehr eng verwandt. Mach dir da nicht so sehr Sorgen, auch ein paar KM auf dem Tacho sind doch nicht schlimm. Auch die 2.0 TSI Motoren gibt es so oft, da ist zur Not auch ein Austauschmotor nicht so ein Problem.

Ja, ich hatte das mit dem Automatik ist ein "muss" eher als "optional" gesehen. Damit bleibt nicht so super viel übrig.

Beim RS3, das mag vielleicht für irgendeinen Alltags-/Landstraßenbetrieb zutreffen mit dem Frontsplitter, oder im Prospekt, aber wenn das so mega funktionieren würde, würde man sicherlich schon mehr Autos sehen.

Vernachlässige nicht das Gewicht, nicht umsonst findest du in Tracktool -Aufbaustories immer wieder das Gewicht als essentielle Angabe! Es spart dir viele Verschleißkosten und senkt Reifen/Bremsenverschleiß und erhöht die Beschleunigung/Kurvengeschwindigkeit/Bremsleistung. Der Yaris ist auch eine gute Basis. Als Beispiel, ich war mit meinem M140i auf dem Track (eher kleinerer Rundkurs, Wachauring in Österreich), ein Kumpel war mit seinem komplett umgebauten 125i E82 dabei. Mein Wagen hat 60-80 PS mehr gehabt, seiner war dafür leer und 200-300 kg leichter. Er war damit klar schneller (nicht viel, aber genug, dass er mich abhängen konnte) unterwegs!

Re: Welche Basis für Tracktool?

Verfasst: Mi 3. Jun 2026, 15:12
von TT_N
Einen konkreten Fahrzeugtip habe ich nicht, möchte jedoch etwas anmerken.

Ein neueres Fahrzeug fahren zu wollen weil du nach Möglichkeit wenig selbst schrauben kannst/willst, aber gleichzeitig teure Werkstattbesuche vermeiden zu wollen passt meiner Erfahrung nach oft nicht zusammen.

An aktuellen Fahrzeugen wird selbst schrauben immer schwieriger aufgrund mehr Elektronik/Sensorik/benötigten Diagnosegeräten und auch dem immer enger werdenden Bauraum. Resultat ist das man als nicht versierter Schrauber recht schnell wegen Kleinigkeiten zur Werkstatt muss was mittlerweile selten bei nem Kleinbetrag bleibt.

Alternativ gibts etwas ältere Fahrzeuge (ich werfe jetzt mal grob vor Bj 2015 in den Raum) die zwar durch das Alter etwas Anfälliger sein KÖNNEN (aber nicht müssen), sich aber mit etwas Geschick häufig selbst reparieren lassen wodurch man sich die Werkstatt spart.

Im Endeffekt wirst du im Falle eines Defekts ein Tod sterben müssen. Beim neueren Fahrzeug führt der Weg schneller in die Werstatt dafür sparst dir selbst Schrauben, beim älteren Fahrzeug kannst evtl selbst Hand anlegen und sparst dir dafür die Werkstatt.

Ich hab auch als absoluter Laienschrauber angefangen und mache mittlerweile alles außer Motor oder Getriebe muss zerlegt werden. Das hat mir über die Jahre unglaublich viel Geld gespart welches ich dafür für Teile/Fahrzeugpflege über hatte.

Zur Aufteilung deines Budgets. Die 60k sind ja schonmal ne mehr als solide Ausgangslage für den Einstieg. Evtl ist es ein Ansatz nicht direkt auf BMW M, Audi RS, Porsche etc zu gehen sondern doch ein Regal tiefer in Richtung Cupra/GTI/GR Yaris oder Ähnliches. Dann hättest weniger vom Budget fürs Fahrzeug an sich ausgeben und hättest mehr übrig für trackorientierte Umbauten und evtl anfallende Reparaturen. In wie weit man ein Cupra/GTI/Yaris aufbläst liegt ja an einem selber. Man muss aber auch keine 400ps in nem GTI haben um Spaß zu haben und auch nicht um schnell zu sein. Gerade auf der Nordschleife macht der Fahrer und seine Streckenkenntnis enorm viel aus. Wenn du am Anfang stehst wirst vermutlich mit 400ps nicht schneller unterwegs sein als mit 250+ps.

Und als Abschluss:

Kauf dir das Auto auf welches du Bock hast ! Wenn du einen RS3 willst dann hol dir den. Wen juckts ob der am absoluten Limit ein paar Sekunden schneller oder langsamer ist als Auto X oder Y. Es geht bei TF oder Trackday fahren um nichts, und mit den richtigen Stellschrauben bekommt man jedes Auto dazu schön zu fahren.

Re: Welche Basis für Tracktool?

Verfasst: Mi 3. Jun 2026, 16:50
von FiestaST Mk8
Servus,

auch ich möchte mich mal kurz dazu äußern. Wenn ich darf. :P

Die Entscheidung was man fahren möchte ist nicht einfach. Du sagst du willst ein Fahrzeug mit Straßenzulassung, ok.
Aber willst du den auch im Alltag fahren oder ist der nur für die Rennstrecke?
Das solltest du schon vorher fest machen, denn darauf kannst du dann aufbauen. Das ist entscheiden wie du den Aufbau planst.
Was willst du alles umbauen? Wie viel kostet das und bleibt dann noch fürs Auto übrig? Darüber sollte man sich ebenfalls vorher Gedanken machen.

Was viel vergessen sind die laufenden Kosten von Verschleißteilen. Reifen, Bremsscheiben & Beläge. Dann Service wie Zündkerzen, Ölwechsel,
Bremsflüssigkeitswechsel usw. Umso teurer das Fahrzeug umso teurer die Teile (meistens ;) )
Hier entscheidet auch das Fahrzeuggewicht mit, wie schon angesprochen wurde. Die Reifen und Bremsen verschleißen schneller bei schweren Fahrzeugen.
Und wenn diese auch noch teurer sind.... ;)

Ich hab mich damals bewusst für den Ford Fiesta ST Mk8 entschieden, da er leicht und wendig ist. Und die Ersatzteile/Verschleißteile sind nicht teuer und halten lange. Klar, ist ein Frontantrieb, hat nicht die brutale Leistung, aber damit kann man wenn man geübt ist viele großen um die Ohren fahren bzw. etwas ärgern. :lol:
Was ich sagen will, es machen auch kleine Fahrzeuge, auch Frontantrieb mit bisschen Leistung wirklich Spaß.
Und gerade wenn man neu anfängt mit dem Thema, überfordert es nicht gleich einen. Man lernt sauberes Fahren da man viel mit Schwung arbeiten muss.

Aber wie schon erwähnt.
Wenn du bock auf ein bestimmtes Fahrzeug hast, dann nimm es. Aber schau dir vorher eben mal die Preise an von den Verschleißteilen, Servicekosten usw.
Am besten deine Top 3 worauf du Lust hast.
Das wichtige, lass dich nicht von anderen zu irgendwas überreden, dass bereust du meistens. Informieren ja.

Mir wurde auch ständig geraten einen M2 zu kaufen und meinen Fiesta her zu geben.
Will ich aber nicht. Preis/Leistung ist beim Fiesta besser. :)

Sorry wenn ich dir zu keinem Auto direkt raten kann.
Für den Anfang wäre mir der Mini JCW eingefallen, oder Clio Cup 3, M240i....

Gruß, Thomas