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Registriert: Mo 5. Jan 2026, 12:33
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Cool das es das Forum nun wieder gibt :)

Hallo zusammen, nun bin ich auch im neuen Forum wieder an Bord. Im "alten" hatte ich ebenfalls einen kleinen Thread in dem der Umbau meines Subarus dokumentiert wurde.
Gekauft habe ich das Auto Anfang 2020 im Serienzustand. Es wurde kurz vorher aus Japan importiert.

Mods die gemacht wurden bevor ich damals im alten Forum angemeldet war:

Fahrwerk, Dynamik & Bremsen

ST XTA Gewindefahrwerk

ProTrack One 9x17 mit 235/45/17 Nankang AR1 Reifen

H&R Stabilisatoren vorne & hinten

DBA4000 Bremsscheiben, Hawk DTC70 Bremsbeläge

Stahlflex-Bremsleitungen

Bremsenkühlung vorne durch modifizierte Luftleitbleche vom 911 GT3

Antrieb

3-Zoll-Abgasanlage ab Turbo mit 200-Zellen-HJS-Katalysator

Neuer Turbolader (MD321H Kugelgelagert) + größere Einspritzdüsen

Großer Aluminium-Wasserkühler + Ölkühler

Abstimmung auf die neuen Komponenten mit Map-Switch (2 Kennfelder):

Große map 390ps und 550nm

Innenraum

Recaro Pole Position

Short Shifter, alu gedrehter langer Schalthebel („Budget-CAE ;-)“),
, plus neue Lager Schaltgabel usw.

OMP 4-Punkt-Gurte inklusive Gurtbefestigungspunkte im Heck dort, wo normalerweise die Rücksitze montiert sind, für optimale Winkel bei der Nutzung eines HANS-Systems

Der originale (defekte) Turbolader wurde durch einen Kugelgelagerten Turbolader von Turbodynamics aus England ersetzt. Dieser spricht hervorragend an und ermöglicht eine sehr gleichmäßige und kräftige Leistungsentfaltung. In Kombination mit der 3-Zoll-Abgasanlage ab Turbo und großen 1050er Einspritzdüsen lieferte die große Map auf 102 Oktan 391 PS und 560 Nm (Motorleistung). Wahrscheinlich werde ich die Software jedoch noch auf 98 Oktan anpassen lassen, da es recht mühsam ist, bei Trackdays immer mehrere Kanister mitzuführen, um angesichts des Verbrauchs des Fahrzeugs genügend Sprit für den ganzen Tag zu haben.
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Die Bremsenkühlung ist bei den originalen Brembo-Bremssätteln ein großes Thema, zumindest an der Vorderachse. Deshalb habe ich etwas recherchiert und herausgefunden, dass die Luftleitbleche vom 911 GT3 mit leichten Modifikationen eine brauchbare Lösung darstellen könnten. Also habe ich kurzerhand wohl die günstigsten Teile bestellt, die man von einem GT3-Porsche bekommen kann (ca. 30 € für beide).


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Innen kam dann nach und nach immer mehr raus. Teppich und Dämmmaterial wogen ca 7.5kg

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Um die 9x17 Protracks mit 235/45er reifen unterzubekommen war einiges an Anpassung der Hinteren Radhäuser nötig. Man nehme die gute alte Flex und schleife die Innenkante des Radhause ab.
Danach wurde alles mit Grundierung und nach deren Trockung mit Sikaflex verschlossen sodass hier kein Wasser, Dreck und sonstiges eindringen kann.

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Im weiteren Verlauf wurden zur Optimierung der Kühlung noch Hoodvents verbaut & das Auto Tim Schrick approved :D

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Über den Subaru Impreza Club gab es einen Trackday in Anneau du Rhin mit Tim Schrick als "Gast". Mit Ihm gab es sehr interessante und nette Gespräche. Nach einigen Runden mit meinem Fahrzeug war er sehr positiv gestimmt und lobte das Setup :-)

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Im weiteren Verlauf kamen dann noch 3D gedruckte Lüftkanäle für die Bremsenkühlung.

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Um ordentlich Luft in die Kanäle zubekommen habe ich modifizierte Nebelleuchtenabdeckungen und Trocknerschlauch benutzt. Vor den 3D gedruckten Teilen habe ichs mit Corvette Ducts versucht, die waren allerdings zu Dick und die Räder schliffen ohne Ende.

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2024 war dann endlich wieder ein Lauf der German TimeAttack am Hockenheimring
dafür musste dann noch ein Halter für einen Feuerlöscher gebastelt werden da dieser Vorschrift ist.

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Befestigt wird die Halterung mit einer Schraube der Sitzschiene. Das Ergebnis ist sicherlich kein Meisterstück, allerdings tut es seinen Job.

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German TimeAttack masters Hockenheimring 2024

Der Tag war endlich gekommen. Am Sonntag stand für mich die erste Teilnahme an einer Veranstaltung der German TimeAttack Masters auf dem Hockenheimring an. Um maximal entspannt in den Tag zu starten, bin ich bereits am Samstagabend angereist, habe die Anmeldung sowie die technische Abnahme hinter mich gebracht und direkt noch die ganzen Aufkleber angebracht. So konnte ich mich am Sonntag voll und ganz auf das konzentrieren, worum es eigentlich geht: fahren und den Tag auf der Strecke genießen.

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Am Sonntagmorgen kamen ein guter Freund von mir und sein Bruder vorbei, um mich zu supporten und gemeinsam einen richtig guten Tag an der Strecke zu haben. Über den ganzen Tag hinweg haben sie einen mega Job gemacht – vom Reifendruck-Check über Hilfe beim Anschnallen in die 6-Punkt-Gurte bis hin zu einfach bester Gesellschaft im Fahrerlager. Ohne sie wäre der Tag definitiv nicht halb so entspannt, unterhaltsam und rundum gelungen gewesen.

Um 14:40 Uhr ging es dann ins Qualifying. Unsere „Strategie“: als Letzte rausfahren, eine ordentliche Outlap zum Reifenaufwärmen und dann direkt in der ersten fliegenden Runde alles reinlegen. Der Plan ging größtenteils auf – die wirklich schnelle Runde kam dann zwar erst in Runde 3, dafür komplett frei von Verkehr. Ergebnis: neue persönliche Bestzeit mit 2:05,1.

Für die Top 5 und damit das Superlap-Finale hat es am Ende leider nicht gereicht (dafür hätte eine 2:01,4 hergemusst – die Evos sind einfach brutal schnell, auch der deutlichen Mehrleistung geschuldet 😅), aber insgesamt bin ich mehr als zufrieden. Man sieht ganz klar die Fortschritte auf dieser Strecke. Platz 7 von 10 in der Club-4WD-Klasse im Qualifying und dazu schnellster Subaru im Feld – das nehme ich gerne mit 😎

Das Auto hat definitiv das Potenzial für eine Zeit unter zwei Minuten, da bin ich mir sicher. Fahrerisch bin ich dafür aktuell aber noch nicht ganz auf dem Level – da geht noch was.

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Weitere Diät

Beim TimeAttack-Event auf dem Hockenheimring2024 hat sich meine Batterie verabschiedet – noch eine japanische, vermutlich sogar die originale. Als ich mich dann für das diesjährige (2025) TimeAttack auf dem HHR wieder angemeldet habe, war klar: Das Thema Batterie muss endlich sauber gelöst werden.

Also gab’s ein Upgrade in Richtung Gewicht und Performance: Eine Shido LTX20L-BS Q LiFePO4, die gerade mal 1,4 kg auf die Waage bringt. Die alte Batterie dürfte irgendwo bei rund 14 kg gelegen haben. Bedeutet: fast 12–13 kg Gewichtsersparnis ganz vorne im Auto.

Original
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Shido
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Dazu wurde noch eine Halterung gebaut.
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Mapswitch & DCCD Steuerung in die Mitte verlagert

Ich hatte noch etwas Carbon übrig und konnte endlich ein Thema angehen, das mich schon lange genervt hat: die Position der DCCD-Bedienelemente. Auf der Rennstrecke bin ich mit dem Ellbogen regelmäßig gegen die Box in der Mittelkonsole gekommen – absolut unpraktisch. Leider ist die Mittelkonsole serienmäßig einteilig mit dieser Box ausgeführt, was das Ganze nicht gerade einfacher macht. In dem Zuge habe ich auch direkt den Mapswitchmit auf die Carbonplatte verlegt. Der war vorher im Aschenbecher untergebracht – funktional, aber alles andere als ideal. Jetzt ist alles dort, wo es hingehört: aufgeräumt, gut erreichbar und deutlich tracktauglicher.

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Bilder vor TimeAttack am HHR 2025

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Respekt an jeden der bis zum Ende durchgehalten hat. Im nächsten Post gehts mit dem TimeAttack Event am HHR 2025 weiter (kleiner Spoiler: es kommt immer anders als man denkt.)
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Registriert: So 6. Jul 2025, 16:18
Sehr sehr geiles Tracktool!!!
was man gern macht macht man gut
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Registriert: Mo 5. Jan 2026, 12:33
TimeAttack Hockenheimring 2025 / Eine Überraschung, die niemand braucht

Schon beim Ankommen war klar: heute ist ordentlich was los. Die Strecke war fast durchgehend voll, freie Runden waren eher Mangelware.

Trotzdem konnte ich direkt in der ersten Trainingssession meine Bestzeit aus dem letzten Jahr fahren: 2:05,xx. Letztes Jahr noch auf der großen Map, dieses Mal auf der kleinen – nach einem Jahr Pause also zumindest nichts an Speed verloren.

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In der zweiten Session war meine Frau zum ersten Mal als Beifahrerin dabei, also bin ich automatisch etwas entspannter gefahren. Lange hat das aber nicht gehalten – genau als ich eine schnelle Runde starten wollte, kam die rote Flagge. Irgendwo hatte es einen Abflug gegeben, mehr hab ich davon nicht mitbekommen.

Die dritte Session war dann komplett überfüllt. Ich hab trotzdem versucht, mir eine freie Runde zu "erfahren". Kaum war ich auf der schnellen Runde, schon wieder rot: In der Haarnadel meinte jemand er sei Daniel Ricciardo und räumte mit einer divebomb jemand anderen ab...

Kurz danach lief mein Auto plötzlich total komisch. Kein Boost mehr, unrunder Motorlauf, Leistung weg. Erst dachte ich noch an einen abgesprungenen Ladedruckschlauch, aber es wurde schnell schlimmer. Keine komischen Geräusche, also bin ich vorsichtig zurück in die Box gerollt. Der Motor ging einmal aus, sprang aber nochmal an. Beim letzten Startversuch dann eine dicke weiße Wolke aus dem Auspuff – kein gutes Zeichen, aber lustig für alle die am Auto vorbei gingen "typisch Subaru - bestimmt die Kopfdichtung ;-)".

Bei der ersten Kontrolle: Öl auf beiden Krümmern, Öl und Kühlwasser selbst sauber, kein Cappuccino. Unterhalb von Drosselklappe und LLK etwas Öl, und der originale obere PCV-Schlauch zum LLK-Rohr war runter.

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Fazit Event am Vormittag für mich zu Ende. Heimreise antreten und auf Fehlersuche gehen.

In den Folgenden Tagen/Wochen begann dann die Fehlersuche.

Die Kombination aus Endoskop und Ölablassen haben die Hoffnung nicht gerade erhöht. Der Kolben in Zylinder 2 sah aus als hätte er überall Späne oder ähnliches auf der Oberfläche.

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Also im nächsten Schritt den Motor rausgeholt und mal die Ölwanne abmontiert, da ich zum jetzigen Zeitpunkt schon von einem kapitalen Motorschaden ausging. Kurzum schön sah das nicht aus :D.
Wenn die Ölwanne einem Sandkastengleicht...

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Der Motor ging dann im Juli zum Motorenbauer welcher ihn dann auch zerlegt hat.

Ergebnis: Kolben 2 geschmolzen.

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Was nun? Nach einigem überlegen und Optionen ausloten habe ich mich für einen kompletten Neuaufbau entschieden. Mehr dazu im nächsten Post.
Beiträge: 36
Registriert: Mo 30. Jun 2025, 14:23
Puh, das sieht schon schlimm aus, ab in die "Horrorecke" mit dem Kolben....

Ist ein echt cooler Hobel! Mein Bruder hat einen Hawkeye, aber der steht auch mehr als er fährt.....
Eigentlich wie mein Astra :?


Was soll beim Neuaufbau alles gemacht werden?
.....ich fahr gern Karussell

"ich liebe es wie du Nockenwelle sagst, flüstere es mal....."
Beiträge: 7
Registriert: Mo 5. Jan 2026, 12:33
Neuaufbau & anderes

Am Ende habe ich mich für einen 2.1 Stroker entschieden (war schon immer mein Traumsetup sollte der Originale mal hochgehen).
Vom alten Motor wurden eigentlich nur Anbauteile & die Nockenwellen genutzt, der Rest kam neu.

Folgende Neuteile wurden hierfür genutzt.

- W20C Blockhälften Dickwandblock Zylinderwände 13.2mm dick im vergleich zu 9.6mm (OEM Block meines Autos)
- 79mm Hub Kurbelwelle vom 2.5 Liter
- Manley H-Tuff Pleuel
- Mahle Powerpak 2,.1 Strokerkolben
- Spec C "big port" Köpfe mit bearbeiteten Einlasskanälen (Pocketport)
- GSC Ventile & Ventilfedern
- 11mm Stehbolzen für die Köpfe anstatt Kopfschrauben
- große KillerB Ölwanne & Pickup
- ACL Race Haupt & Pleuellager
- RCM Zahnriemen kit
- RCM Auslassnockenwellenradsatz Aluminium (original sind Bakelit und brechen gerne im Alter)

Dadurch das der Kat eingefallen war gab es auch noch eine neue 3 Zoll Downpipe ohne Kat, da ich das Auto sowieso nicht mehr auf der Straße bewegen werde.
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Spicey bits

Während mein Motor noch im Aufbau war, habe ich mich mit einem guten Freund zusammengesetzt und wir sind uns einig geworden: Ich übernehme seinen STI. Gleiches Modell, nur als UK-Erstauslieferung.

Der Gedanke schwirrte schon länger im Kopf rum, vor allem weil bei ihm genau die Teile verbaut waren, auf die ich seit Jahren schiele: Karbonkardanwelle, AP Big Brake Kit, Link ECU (passt perfekt, weil mein Motorenbauer damit arbeitet), dazu ein AIM Dash und ein großer ETS Ladeluftkühler und noch einiges weiteres. Wir hatten schon oft über einzelne Teile gesprochen, aber am Ende war diese Variante die Beste.
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Fahrwerk & Vermessung

Auch ein komplett neues BC Racing ZR mit 12/10 Federraten war beim neuen STI dabei, dieses habe ich vor Anlieferung meines Autos zum Motorenbauer eingebaut, sodass dieser direkt eine Vermessung machen konnte. Das Crossweight kann sich, denke ich, sehen lassen. Relativ schwer ist er dennoch.
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Ohne Fahrer
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Mit Fahrer
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Mapping & Abholung

Der Motor wurde auf dem Prüfstand eingefahren, abgestimmt und anschließend bin ich auf eigener Achse ca. 400km nach hause "gerollt". Der Motor läuft toll und hat ordentlich druck. Ich bin auf den ersten Einsatz auf dem Track sehr gespannt und freue mich.
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